Schnittarbeiten im Sommer

Der Hauptaustrieb der meisten Gehölze ist um Johanni (24.06.) beendet und es kann geschnitten werden. Dieses Jahr sind aufgrund der günstigen Witterung besonders lange Triebe entstanden. Hecke und Formgehölze sauber zurückgeschnitten und wieder in ihre Form gebracht. Bodendecker werden flächig geschnitten und Kanten zu Gebäuden, Rasen,- oder Verkehrsflächen wieder hergestellt.

Äste und Zweige von Bäumen und Sträuchern, die in den Verkehrsraum gewachsen sind, werden soweit nötig gekürzt und das Lichtraumprofil wieder hergestellt. Jeder Grundstückseigentümer hat im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht dafür zu sorgen, dass keine Beeinträchtigungen durch Bewuchs für Verkehrsschilder, Nachbargrundstücke oder öffentliche Wege entstehen.

Auch in anderen Bereichen können jetzt einzelne störende und zu schwer gewordene Äste entfernt oder eingekürzt werden. Größere Schnittmaßnahmen erledigt man aus Gründen des Vogelschutzes erst ab dem 30.09., ebenso auch Fällungen.

Viele Gehölze treiben ein zweites Mal und können bei Bedarf durch einen Nachschnitt gegen Ende der Vegetationsperiode fit gemacht werden für den Winter.

Aber Achtung, einige Sträucher blühen nur an der Spitze der diesjährigen neuen Triebe (z. B. Sommerflieder, Bartblume). Diese Sträucher werden nur im Frühjahr geschnitten und erfreuen uns mit ihren spektakulären Blüten den ganzen Sommer über.

Auch unseren Rosen können wir etwas Gutes tun, indem wir Verblühtes regelmäßig entfernen und so die Nachblüte fördern. Viele Stauden können nach der Blüte zurückgeschnitten werden (z. B. Katzenminze, Salbei, Lavendel). Sie zeigen einen frischen Austrieb und blühen oft noch ein zweites Mal.